Eroica

 

Die erste Eroica Veranstaltung fand 1997 in Gaiole in der italienischen Toscana statt.

Eine Radrundfahrt für klassische Rennräder auf rauen Straßen der Urzeit des Radsports.

Man könnte die Eroica auch als  "die Mutter aller Klassikradveranstaltungen"  bezeichnen.

 

Die "Strade Bianche" - die weißen Schotterstraßen der Toscana haben seitdem einen wahren Klassik - Hype ausgelöst.

Ein gleichnamiges Rennen über die weißen Straßen, erfreut sich auch bei den Profis einer immer größer werdenden Beliebtheit.

 

 

Eroica - Veranstaltungen gibt es mittlerweile in einigen anderen Ländern.

 

Seit 2018 auch in Deutschland - die "Eroica Germania"

Und welche Region würde sich besser dazu eignen, als der Rheingau?

Eltville Erbach ist der Start- und Zielort.

Hier geht es wie im Original in Italien, auch durch Weinberge und über grobe Schotterstraßen.

Hier wird richtig Rad gefahren - so wie früher.

Hier geht es rauf und runter in verschärfter Form - und das mit Rädern, die vor 1987 gebaut sein müssen.

Hier macht es Spaß einen Oldtimer zu fahren.

 

Link zur Eroica

 



2020  -  Eroica Germania   -   mit dem Kondor

Trotz Corona war es den Veranstaltern gelungen, die Eroica im Rheingau durchzuführen.

Mit zahlreichen Einschränkungen im Rahmenprogramm, Hygieneregeln auf dem Festivalgelände und an den Verpflegungsstellen.

Auch war die Teilnehmerzahl auf 500 begrenzt.

Aber so war es möglich, auch in diesem Jahr auf vielen Schotterstraßen den Rheingau zu durchfahren.

Die mittlere Tour war auch in diesem Jahr meine Wahl, die ich mit dem "schwäbischen Raubvogel" angehen wollte.

 

Um 08:30 Uhr begann das Startfenster für die mittlere Runde - um kurz nach acht rollte ich im Startbereich ein.

Hier traf ich Jockel Faulhaber, den Veranstalter der Tretro in Sinsheim, mit dem ich kurz plauschte.

Dankenswerterweise bekam ich von ihm einige Bilder vom Start.

In der Nacht hatte es ein wenig geregnet und es war frisch am Morgen.

Ideales Fahrradwetter.

Los ging es über erste Anstiege und Schotterpisten hinaus aus Eltville-Erbach.

Nach gut 21km und einem extrem steilen Anstieg kam die erste Verpflegungsstelle.

Über einige Wellen ging es weiter bergauf um dann bei Kilometer 32 den Start zu einer gut 4km langen traumhaften Abfahrt auf glattem Asphalt ins Wispertal einzuläuten.

Doch diese Abfahrt machte auch Angst. Nämlich , dass man diese abgefahrenen Höhenmeter irgendwann bestimmt auch wieder hinauf fahren muss.

So war es dann auch am Ende des Tals. Als neue Schwierigkeit wurde dieses Jahr ein Aufstieg auf Schotterwegen eingebaut.

Auf bestimmt mal 3km Länge waren Steigungen über 10-12% auf grobem Schotter zu bezwingen.

Nachdem es langsam flacher und auch die Wege wieder besser wurden, kam auch endlich die zweite Kontrollstelle.

Hier genoß ich endlich mal vom leckeren Rheingauer Wein (nur als Schorle natürlich :-).

Ein paar Kilometer ging es gewellt durch Wald und Feld, um dann über eine  Betonplattenabfahrt fast bis auf Rheinniveau hinab zu fahren.

Da sich diese auch noch recht lange und steile Abfahrt leider in einem schlechtem Zustand befand, musste auch ordentlich gebremst werden, was zu starker Hitzeentwicklung an den Felgen führte. In Folge dessen litt leider mein Vorderreifen, der dann auf den letzten Kilometern bis ins Ziel mit einer Beule für reichlich "Gehubbel" bei der Weiterfahrt sorgte.

Ansonsten hat das Kondor die Strapazen klaglos überstanden.

Eine herrliche Eroica fand nach 75km und 1400Hm im Hof von Baron von Knyphausen bei einer "Rennwurst" und einigen kühlen Getränken einen würdigen Abschluß.

Beim Ausruhen im Schatten fand mich dann auch Jürgen, mit dem ich mich eigentlich schon am Start treffen wollte, dem aber morgens etwas dazwischen gekommen war. Auch er war die 75km geradelt.

 

Trotz Corona war es eine schöne Veranstaltung, aber hoffentlich sind die Rahmenbedingungen im nächsten Jahr wieder normal.


2020  -  Eroica Gaiole (das Original in der Toscana)

Zum ersten Mal hatte ich mich im Januar erfolgreich für die Mutter aller Eroicas angemeldet.

Ein ärztliches Attest über meine Radsporttauglichkeit wurde an das Organisationsteam gesandt und so war ich voller Vorfreude auf den Herbst.

Am 04. Oktober sollte in der Toscana auf den Strade Bianchi die Eroica ihren Staub aufwirbeln.

Doch leider machte auch hier Corona einen Strich durch die Rechnung vieler Radklassiker-Fans.

Die Veranstaltung wurde am 07. August abgesagt.

Aber die Gesundheit geht vor - und 2021 ist ja nicht mehr weit.

Hoffentlich zählt dann meine Anmeldung noch und ich kann die Fahrt in die Toscana antreten :-)


2019  -  Eroica Germania   -   mit "Didis Renner"

Ich entschied mich für die mittlere Distanz - 77km mit 1400Hm sollten für ordentlich müde Beine an diesem heißen Tag (24.08.19) sorgen.

Geschätzt waren es ein fünftel (oder sogar noch mehr) der Gesamtstrecke, die auf teilweise echt grobem Schotter zurückgelegt werden mussten.

Doch das Rad und auch die Schlauchreifen hielten diesen Widrigkeiten stand.

Wie immer bei solchen Veranstaltungen, lernte ich auch hier wieder total interessante Menschen kennen.

Neben Jürgen auf seinem schönen Rickert-Renner, den ich schon seit vielen Jahren von der Td3 kenne, traf ich auch noch Jens - einen Radliebhaber aus Berlin und Ingo - einen ehemaligen Nationalfahrer, deutschen Meister und Olympia-Teilnehmer, mit denen ich die Runde beendet und den ein - oder anderen Wein während und nach der Tour getrunken habe ;-)