VELO SULMISSA - projekt 222

 

Das neue Rad entstand in der Zeit von Dezember 2021 bis zu seiner tatsächlichen Vollendung im März 2022.

Und wieder wurde der Rahmen bei Rahmenbaulegende Christian Pyttel in Rastatt mit Columbus Rohren gelötet.

(siehe auch Rennrahmen - Rahmenbaukurs Nr. 2 )

Beim Löten des Rahmens war ich auch diesesmal nur unterstützend dabei, hatte aber neben einigen vorbereitenden Arbeiten auch die ehrenvolle Aufgabe, sämtliche gelöteten Übergänge ordentlich in Form zu bringen.

So wurden auch bei diesem Rad bis zur Fertigstellung ein Großteil der Arbeiten in Oberndorf ausgeführt.

Lediglich noch die Lackierung wurde auswärts im benachbarten Bonbaden bei Meister Deusing aufgebracht.

Selbstverständlich handelt es sich auch bei diesem Rahmen um ein feines Stück Handwerkskunst.

 

Ein Grund mehr, auch diesem Rad einen besonderen Namen zu geben:

 

Velo Sulmissa - projekt 222

Warum nun dieser Name?

Die Erklärung dafür findet man in der Beschreibung zu Velo Sulmissa - das Oberndorfer Rennrad.

Warum heißt aber nun auch dieses Rad schon wieder Velo Sulmissa?

Weil die Unikate, die auch durch mein Dazutun entstanden sind, diesen Namen bekommen.

 

Als Zusatz bekommt das neue Velo Sulmissa die Modellbezeichnung "projekt 222".

Dies begründet sich darin, dass es das 2. Rad in der Velo Sulmissa - Reihe ist, welches in 2022 fertiggestellt wurde.

 

Nebenbei ist es ein wahres Geschoss geworden (was man durchaus als ein Projekt[il] mit freundlicher Absicht bezeichnen könnte).

 

Wenn auch die Geschwindigkeit dieses Geschosses hauptsächlich von dem, der drauf sitzt abhängt, wird das Rad sein bestes dazu geben.

Die Ausstattung:

Das "projekt 222" sollte ja von vornherein ein etwas anderes Rad werden.

Ein Rad  - selbstverständlich NICHT mit Scheibenbremsen, bei dem man aber die Bremsen auch nicht auf den ersten Blick sieht.

Das ließ sich zum einen mit einer Hinterradbremse hinter dem Tretlager (ausnahmsweise von Shimano) und zum anderen mit einer in die Gabel integrierten Vorderradbremse realisieren.

Diese spezielle Gabel wird leider schon seit Jahren nicht mehr produziert, da die Rad-Hersteller mittlerweile fast alle nur noch auf Scheibenbremsen setzen.

Aber nach langer Suche habe ich noch ein fabrikneues Modell bekommen - sogar unlackiert ;-)

(Diese Gabeln werden übrigens auch am Bugatti-Bike verbaut - einem der teuersten Räder weltweit.    Aus deren Schmiede stammt auch meine Gabel)

Die Scapula F Gabel von THM wiegt inklusive den integrierten Bremsen etwa 350 Gramm !!!

Goldene Jagwire Zughüllen setzen (wie auch beim ersten VELO SULMISSA) ein kleines optisches Glanzlicht und transportieren die Züge zu den Verzögerern.

Das Cockpit besteht aus einem Syntace F 109 Vorbau und einem Lambda 2 Aero Carbon Lenker von Lambda Racing und Fizik Lenkerband.

Aufgrund von immer mehr Problemen mit den Händen (Arthrose und Taubheitsgefühl nach einigen Kilometern) und den damit verbundenen Schwierigkeiten nach einer gewissen Zeit noch die Schalthebel sauber zu treffen und schalten zu können, war die einzig logische Konsequenz, daß das neue Rad eine elektrische Schaltung bekommen musste, die deutlich weniger Handkraft beim Schalten benötigt. (Das Alter hat manchmal nix schönes)

Diese Komponenten wurden aufgrund der momentan herrschenden Material-Knappheit (besonders auch im Chip-Sektor) schon mal recht früh geordert, wurden aber wider Erwarten fast umgehend geliefert.

Um das Rad relativ "aufgeräumt" erscheinen zu lassen, wurde eine kabellose Schaltung bevorzugt.

Momentan werden diese (per Funkbefehl betätigten und mit eigenen Akkus versehenen) Schaltkomponenten nur von SRAM angeboten.

Shimano wäre für mich sowieso nicht in Frage gekommen, aber auch Campagnolo bietet seine elektrische Schaltung nur mit Kabeln an.

Also darf nun erstmalig die amerikanische Marke mit deutscher Entwicklungsabteilung (in Schweinfurt) an einem meiner Räder zeigen, was sie kann.

Die SRAM Force Etap AXS 2x12 übernimmt an diesem Rad die Gangwechsel.

Eine SRAM Red Kurbelgarnitur mit 46 - 33 Z Kettenblättern und eine Kassette mit 10-28 Z garantieren eine enorme Bandbreite der Gangentfaltung.

Look Blade Carbon TI Pedale stellen den Kontakt zum Fahrer her.

Ein weiterer Übergang zwischen Mensch und Maschine ist der für mich ideale und bequeme Infinity Elite E2 Sattel , welcher auf einer Syntace P6 Carbon Sattelstütze montiert ist.

Zu guter Letzt bringen TUNE TSR 35 Laufräder mit TUNE Schnellspannern und aufgezogenen Continental GP 5000 Reifen (vorne 25mm und hinten 28mm breit) die ganze Fuhre ins Rollen.

 

Es gibt bei diesem Rad ein paar nette Kleinigkeiten zu entdecken ;-)

Unter anderem auch die Vorliebe des Fahrers für den isotonischen Durstlöscher Bier.......

Viel Spaß beim anschauen.

 

In den allermeisten verbauten Komponenten steckt deutsche Ingenieurskunst und macht dieses "Oberndorfer Rennrad" zu einem besonderen Unikat.

 

Nebenbei bemerkt, wiegt das Rad (inkl. Pedale, Flaschenhalter, Tacho u. Klingel - das wird in den Test´s der Fachzeitschriften NICHT mitgewogen) etwa 8,3 Kg. Nicht schlecht für ein Rad mit Stahlrahmen, welches einen 1,85m u. 90kg  Mann tragen soll ;-)


Die Jungfernfahrt hat am 26. März 2022 stattgefunden.

Vorher wurden natürlich schon im Studio professionelle Bilder vom Rad gemacht. Siehe unten............


Das Velo Sulmissa projekt 222 - langsam geht anders
Das Velo Sulmissa projekt 222 - langsam geht anders
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Sram Red - kurbelt elegant
Sram Red - kurbelt elegant
Die Schaltbefehle kommen per Funk
Die Schaltbefehle kommen per Funk
Motorischer Wechsel
Motorischer Wechsel
Hier wird alles gesteuert
Hier wird alles gesteuert
Prost :-)
Prost :-)
Conti GP 5000 Reifen auf Tune TSR35 Laufrädern
Conti GP 5000 Reifen auf Tune TSR35 Laufrädern
V S .......... Velo Sulmissa ......... ein Schelm wer anderes denkt ;-)
V S .......... Velo Sulmissa ......... ein Schelm wer anderes denkt ;-)
Die Geburtshelfer
Die Geburtshelfer
Nicht alltägliche Sitzgelegenheit - aber sehr bequem
Nicht alltägliche Sitzgelegenheit - aber sehr bequem
12 Ritzel - von 10-28 Zähne
12 Ritzel - von 10-28 Zähne
Frontalangriff
Frontalangriff
Dynamik pur
Dynamik pur