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Milder Nieselregen am ersten November

Die Wetter-App verhieß heute nicht das optimale Wetter für eine genüssliche Ausfahrt mit der Rennmaschine.

Dennoch verabredeten sich zunächst Stephan und Michael zum Start am Treffpunkt DOH.

Schon bei der Abfahrt nach Solms erhielt Michael die erste kleinere Dusche.

Ein weiteres kurzes Telefonat mit Stephan führte zu dem Ergebnis, dass man heute besser zu Hause bliebe.

Michael wollte also zunächst über den Attenbach wieder bergan fahren.

Doch an der Abzweigung nach rechts in Richtung Braunfels, zog es den Lenker wie von Geisterhand nach links (waren da etwa die Auswirkungen vom gestrigen Helloween noch mit im Spiel?).

 

Irgendwie fühlte es sich trotz des Nieselregens gut an, zudem bewegten sich die Temperaturen am heutigen 01. November mit ca. 16 Grad noch im sehr moderaten Bereich. „Ich mache noch einen kleinen Schlenker nach Altenkirchen und über Philippstein zurück“, dachte ich.

Dann hat sich die ganze Anzieherei und das Aufrüsten wenigstens ein bisschen gelohnt.

Von Neukirchen ging es also durch den Weipersgrund hinauf nach Altenkirchen.

Ein gleichmässiger, etwas gröberer Nieselregen war mein ständiger Begleiter.

In Altenkirchen zog es mich noch weiter bergan in Richtung Möttau, was mir strategisch günstiger erschien, da beim bergauf fahren wenigstens das Spritzwasser von Unten nicht so eine große Rolle spielt.

Allerdings endet dann jeder Anstieg doch wieder mit einer Abfahrt, die von Möttau hinab nach Weilmünster auch folgte.

Mit gut eingeweichten Schuhen und Beinkleidern ging es auf dem Weiltalradweg weiter nach Weilburg.

Der Abschnitt zwischen Ernsthausen und Weilmünster ist inzwischen auch fertiggestellt, so dass man nun mit dem Rennrad auf einer durchgehenden Asphaltdecke von Weilmünster bis nach Weilburg fahren kann.

Angesichts der dicken Laubschicht, der Nässe und der schmalen Rennradreifen war allerdings heute Vorsicht geboten.

Unbeschadet erreichte ich zügig den Ort Weilburg.

Kurz vor Löhnberg bog ich ab um den Anstieg von Drommershausen nach Hirschhausen noch mitzunehmen.

Als obsolet erwies sich die eingangs erwähnte Strategie mit dem geringeren Spritzwasser von unten beim bergauf Fahren, da sich meine Kleidung inzwischen komplett mit dem Nass vollgesogen hatte. Mindenstens 2 Kilo mehr Gewicht, dachte ich…..

 

Dennoch bezwang ich mit einer gewissen Leichtigkeit die Steigung.

Scheinbar sorgt das Radeln auch bei widrigen Witterungsbedingungen für die Ausschüttung von Glückshormonen.

 

Eine Schussfahrt hinab nach Philippstein und noch einmal Tempo machen auf der Geraden vor Braunfels und schon war das Ziel fast erreicht.

Bei der Fahrt durch Braunfels blickten mich einige AutofahrerInnen aus ihren trockenen und warmen Gehäusen mitleidig an (vielleicht habe ich es mir auch nur eingebildet).

Triefend nass aber glücklich, angesichts von knapp 50 zurückgelegten Kilometern und 570 erklommenen Höhenmetern, erreicht ich nach gut zweistündiger Fahrt durch den Regen mein Heim.     (Michael)