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Tanz der Titanen

Was treibt erwachsene Menschen dazu, bei solch einem unabwägbaren Wetter, wie an diesem 2. November-Samstag, auf´s Rad zu steigen und unter freiem Himmel zu radeln?

Keine Ahnung.

Jeder vernünftige Mensch, wäre zuhause am wärmenden Öfchen geblieben.

Nicht so aber Michael und ich.

Gemeinsam wollten wir dem Wetter trotzen und gingen gemeinsam auf die Tour.

Entsprechend der miserablen Wetterprognose, kamen wir beide mit unserer Titan-Rennern, denen ein wenig Feuchtigkeit nichts anhaben konnte.

Es sollte keine lange und extrem herausfordernte Runde werden, da Michael nach einer überstandenen Erkältung noch nicht ganz fit war.

So fuhren wir gemütlich über Burgsolms und Oberbiel ein Stück bergauf zur Fortuna und dann über den Gipfel bis nach Berghausen und weiter hinab zum Werdorfer Bahnhof.

Auf dem traumhaften Dill-Radweg blieben wir auf flachem Terrain bis nach Wetzlar am Fluß.

Über die Dill. die Lahn und den Wetzbach fuhren wir durch Wetzlar, um die Kreisstadt in Richtung Nauborn und dann ins Siebenmühlental zu verlassen.

Leicht ansteigend, wurde uns nun auf dem Radweg entlang der alten Mühlen bewusst, wie weit der Herbst schon fortgeschritten war.

Kaum noch ein Blatt an den Bäumen, denn alles an Laub lag schon auf dem Weg.

Aber so konnten wir auch schon wieder frohgemut in die Zukunft blicken, denn nach gefallenen Blättern, ist auch wieder Platz für neue Triebe.

Bis Oberwetz stieg es noch ständig leicht bergan.

Wie echte Titanen trotzten wir dem Wetter und der Topografie.

Ab jetzt sollte es eigentlich nur noch bergab gehen, auf den letzten Kilometern in Richtung Heimat.

Bergab ging es auch, aber der mittlerweile frühlingshaft warme Wind hatte sich gedreht und blies nun frontal von vorne.

Tatsächlich war es irgendwie wärmer geworden.

Leider wurde aber auch die Straße durch den Schöffengrund etwas feuchter, was wohl auf einsetzenden Nieselregen schließen ließ.

Da wir aber gegen den Wind kämpfen mussten, war uns das auf den restlichen Kilometern durchs Solmsbachtal ziemlich egal.

Bis zur Solmsbachbrücke am Beginn der Attenbach lief es dann sehr harmonisch, ehe sich unsere Wege trennten.

Michael und ich nahmen mit unseren unrostbaren Rennvelos 46 km mit 408 Hm unter unsere Pneus.

Für echte Titanen wie uns, war das nur ein lockerer Tanz ;-)      (Stephan)