An diesem Samstag fand keine Radtour statt, denn große Ereignisse warfen ihre Schatten voraus.
Wir waren zu unserer Weihnachtsfeier zusammen gekommen und ließen das letzte Jahr Revue passieren und planten auch schon wieder die Aktivitäten für das Jahr 2026.
Fast alle waren zu Fuß "angereist" - einige hatten vorher noch an einem Winterlauf teilgenommen, oder hatten sonstige Verpflichtungen, weshalb sie etwas später kamen ..........
Zu guter Letzt waren wir aber zu zehnt am Start.
Rennrad-Treff Solmsbachtal - Das war das Jahr 2025
Alle Jahre wieder – kann man nun schon sagen.
Denn zum wiederholten Male- also bisher schon immer, sind wir zu unserer Jahresabschluss- und Weihnachtsfeier, hier im Tiergarten Braunfels.
So möchte ich hier und heute zum 2. Mal in der Geschichte des Rennrad-Treff Solmsbachtal, einen kurzen Bericht über das abgelaufene Radsportjahr abgeben.
Am 04. Januar 2025 startete offiziell die neue Saison, die ich aber aufgrund von erkrankten potentiellen Mitfahrern, alleine bestreiten musste.
Doch ab da, ging es mit der Teilnehmerzahl stets aufwärts.
Erwähnenswert ist vielleicht, dass es das Wetter trotz Kälte, bis zum 12. April zuließ, dass wir jeden Samstag fahren konnten – 15 Wochen am Stück.
Personalien:
Als neues festes Teammitglied, stieß im Frühjahr unser bisheriger Gastfahrer Peter zu uns, dem es bei uns im letzten Jahr scheinbar so gut gefallen hat, dass er gerne auch mal knapp 40km Anfahrt mit dem Auto auf sich nimmt, um mit uns zu radeln.
Leider gab es auch in diesem Jahr wieder ein paar krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen.
Bernd die Maschine, hatte sich am Tag vor der ersten Tour bei einem Sturz (ohne Rad), recht kompliziert die Hand gebrochen. So fiel das komplette Frühjahr für ihn aus und er stieß erst im Juli wieder zu uns.
Den ganzen Monat aber quälte er sich beim Radfahren - musste dann wohl einsehen, dass der Heilungsprozess nicht ganz so schnell von statten ging, wie er es gehofft hatte und stellte das Rad wieder zur Seite.
Hoffentlich macht der Flügel im neuen Jahr keine Probleme mehr.
Auch Ralf war im Frühjahr mal eine Zeit lang unpässlich, weshalb er nicht mitfahren konnte.
Aber seit Mitte Juni ist er wieder an Bord.
Kurz vor seinem Wiedereinstieg konnten wir auch eine junge Dame begrüßen, die mal mit uns fahren wollte.
Carolin ist vor Jahren schon mal mitgefahren, wurde dann aber nie mehr gesehen. Bis zum 17. Mai dieses Jahres.
Aber lag es nun an der etwas selektiven Streckenwahl, weshalb sie seitdem auch in diesem Jahr nicht mehr den Weg zu unserem Treffpunkt fand?
Anders war es bei Martina.
Die Lebensgefährtin von Klaus, fuhr das erste Mal im August mit uns und kam auch wieder.
Sie ließ sich auch weder von langen Touren, noch unserem (zumindest meinem) dummen Geschwätz nicht abschrecken. Scheinbar wurde sie gut von Klaus darauf vorbereitet.
Tja – Klaus.
Zwar schon seit letztem Jahr eine feste Größe in unserem Trupp, gibt es immer mal wieder etwas über den Tausendsassa zu berichten.
Sei es, dass er anstatt mit uns zu trainieren, lieber wochenlang an der Cote d´Azur rumradelt und auch sonst viel unterwegs ist zu Extremradtouren, wie dem Befahren von Tour de France Etappen etc.
So ist es doch auch immer spannend, wenn er dabei ist.
Weil ihm entweder die Technik mal wieder einen Streich spielt und er viele Kilometer zu Fuß zum Auto zurücklaufen muss, oder weil er beim Reifenflicken wahre Schaumpartys veranstaltet.
Mit ihm wird es nie langweilig.
Ansonsten kann ich nur noch Conny erwähnen, die das ganze Jahr mit Abwesenheit geglänzt hat, aber – so pfeifen es die Spatzen von den Dächern, im nächsten Jahr wieder voll angreifen will.
Was waren die Highlights im abgelaufenen Jahr?
Der erste Meilenstein in 2025 war wohl die schon traditionelle Fahrt am 01. Mai in den Taunus, um das Radrennen Eschborn-Frankfurt zu besuchen.
Doch in diesem Jahr war alles anders als sonst.
Die Strecke wurde verändert, weshalb wir nicht wie gewohnt über Schmitten auf den Sandplacken und weiter zum Feldberg fahren konnten, sondern über Niederreifenberg recht steil hinauf zum Roten Kreuz kraxeln mussten.
Aber auch hier war die Straße zum Feldberg wieder gesperrt. So schlossen wir uns anderen Radlern an, die angeblich einen Weg durch den Wald kannten.
War dieser Weg zunächst auch noch geteert, ging er bald in Schotter über.
Um jedoch wirklich weiter in Richtung Feldberg zu gelangen, mussten wir nun tatsächlich über Wurzeln und Gräben unsere Räder quer durch den Wald tragen und schieben.
Eine wahrhaft herausfordernde Rennradtour.
Aber irgendwie kamen wir tatsächlich auf die Straße.
Kurz unterhalb des Abzweigs zum Feldberg, wurden wir abermals an der Weiterfahrt gehindert und bezogen sodann in strahlender Sonne unser Quartier.
Bei flotter Musik verging die Wartezeit, bis die Profis und die U23 Fahrer kamen, wie im Flug.
Dann genossen auch wir die rauschende Abfahrt bis ins Weiltal.
Ein etwas anderer 1. Mai ging nach knapp 100km zu Ende.
Anfang Juni kamen dann auch unsere lang erwarteten Trikots.
Fortan konnten wir in einem einheitlichen Look gemeinsam fahren.
Mit bis zu 6 Teilnehmern, waren wir schon in Teamkleidung unterwegs, was wirklich einen tollen Eindruck macht.
Als Saison-Highlight, kann man bestimmt unsere Teilnahme an der Bodensee-Rundfahrt nennen.
Wir reisten am Freitag den 12. September nach Tettnang an – leider mit vielen Staus.
Die Startunterlagen wurden in Kressbronn abgeholt und abends noch die Energiespeicher beim gemeinsamen Abendessen aufgefüllt.
Bettruhe.
Martina, Silke, Paul, Peter und ich wollten am Samstag den 13. September nur die 150km-Strecke fahren, weshalb wir zunächst noch gemütlich im Hotel frühstücken konnten.
Klaus hingegen hatte sich für die 220km-Runde entschieden und war schon im Dunklen losgefahren.
Wir anderen 5 rollten gemütlich die 10km zum Start nach Kressbronn hinab und gingen gegen 9 Uhr auf die Strecke.
Bei herrlichem Wetter lief es die ersten gut 50km bis nach Altenrhein zum 1. Kontrollpunkt wie schnuff.
Hier erreichte Martina eine SMS, dass Klaus unterwegs auf der Strecke in der Schweiz wohl sowas ähnliches, wie eine Panne hatte und deshalb doch nicht die 220km, sondern auch nur die 150km Runde fahren würde.
Da er aber schon etwa 2 Stunden vor uns gestartet war, würden wir ihn bestimmt nicht mehr treffen.
So fuhren wir unsere Tour, die nach der Fährfahrt nach Meersburg, mit der Muur du Bodensee, auch noch eine echte Wand für uns bereithielt, bis zum Ziel in Kressbronn ohne weitere besonderen Vorkommnisse zu Ende.
Hier gab es erst mal eine Rennwurst und ein Bier :-)
Dann ging es noch mal 10km leicht bergan bis nach Tettnang ins Hotel.
In Summe waren wir 170km gefahren.
Und beim Abendessen erfuhren wir dann auch von der „Panne“, die Klaus hatte.
In flotter Fahrt, waren vor ihm einige auf einem schmalen Radweg gestürzt und auch er konnte nicht mehr ausweichen.
Die Folge davon waren einige Blessuren am Rad, die der alte Figgediwes aber recht schnell beheben konnte.
Viel Schlimmer waren aber die Schmerzen im Oberkörper, die er beim Sturz davontrug.
Mit ihnen ist er aber noch die restlichen gut 90km bis ins Hotel gefahren.
Wie sich im Nachgang herausstellte, waren 2 Rippen gebrochen.
Für diese übermenschliche Leistung, hat Klaus etwas Sonderapplaus verdient – und er darf sich als „harter Hund 2025“ bezeichnen.
Zahlen - Zahlen - Zahlen:
Da wir diese Statistik erst im letzten Jahr eingeführt haben, ging die letztjährige Tourenaufzeichnung auch erst am 01. Januar los und endete am Tag der Weihnachtsfeier.
Doch bei der diesjährigen Aufschreibung machen wir den Zeitraum zwischen den Weihnachtsfeiern zu unserem Radsportjahr.
So haben wir in 2024 noch eine Tour gefahren und in 2025 waren es derer 43.
In Summe haben wir also 44-mal gemeinsam während der letzten 52 Wochen in die Pedale getreten.
Bei den 44 Touren betrug die Gesamtstreckenlänge 2754km mit 27133Hm.
Mein bekanntes 1%iges Jahreskilometerzujahreshöhenmetersteigungsverhältnis – kurz JKZJHSV - hat sich wieder bestätigt.
Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee für eine einfachere Bezeichnung, als diesen tatsächlich äußerst sperrigen Begriff.
Im Gegensatz zum letzten Jahr, waren es in 2025 10 Touren, 439km und 4700Hm mehr.
Die durchschnittliche Tourenlänge betrug 62km bei durchschnittlich 616Hm – beide Werte waren aber dieses Jahr etwas geringer, als im letzten Jahr.
11 Teilnehmer waren übers Jahr dabei und strampelten in Summe 9065km.
Das waren nun die allgemeinen Werte.
Gehen wir jetzt mal ins Detail und zu den einzelnen Teilnehmern:
Dieses Jahr, habe ich noch mal eine weitere Zahl ermittelt.
Die durchschnittliche Streckenlänge pro Teilnehmer:
Für diesen Wert gibt es zwar keinen Preis, aber interessant ist er allemal.
Hierbei ist besonders erwähnenswert, dass die Damen 79,66km und die Herren nur 67,17km im Schnitt zur Abrechnung brachten.
Doch wir dröseln das jetzt mal für jeden einzeln auf.
Auf dem 11. und letzten Platz rangiert hier Ralf mit 54,07km.
Knapp hinter mir – mein Quotient ist 59,4km, der sich aus 2019km bei 34 Teilnahmen ergab.
Platz 9 belegt Carolin mit 60km, Michael mit 62km auf Rang 8, Bernd liegt mit 63,75km auf Rang 7.
Evelyn mit 71,14km liegt als 6, echt knapp hinter Klaus, der 72,88km zu Buche stehen hat.
Der 4. Platz wird von Peter mit 78,13km besetzt.
Vor ihm liegen noch Paul mit glatt 80km und Silke mit 81,8km.
Platz 1 dieser Wertung ohne Wert, belegt aber Martina mit durchschnittlich gefahrenen 105,7km pro Tour.
Die geringen Durchschnittskilometer bei einigen, sind allerdings dadurch erklärbar, dass hier durchaus auch im Winter gefahren wurde, wenn die Touren kürzer waren (sind).
So – das war ja schon mal spannend und interessant zu wissen.
Aber nun kommen wir zur diesjährigen Verleihung der Pokale für die Kilometerkönigin und den Kilometerkönig.
Bei dieser Wertung zählen nur die meisten gefahrenen Kilometer im Jahr.
Ladies first – fangen wir mal bei den fleißigen Damen an:
Carolin fuhr einmal mit auf einer 60km Tour.
Martina war 3-mal dabei und sammelte 317km.
900km bei 11 Teilnahmen ist Silke geradelt, womit in diesem Jahr die Kilometer-Königin Evelyn heißt.
Sie hat bei 14 Teilnahmen 996km unter ihre Reifen gebracht.
Und nun zu den Herren:
Bernd ist 4-mal mit uns unterwegs gewesen und kam auf 255km.
Jetzt folgen 3 Mann mit jeweils 8 Teilnahmen, die aber unterschiedlich weit gefahren sind:
Klaus – 583km, Peter – 625km und Paul, der mit 640km den 3. Platz belegt.
Paul legte dabei eine Beständigkeit an den Tag, die seinesgleichen sucht – war er doch letztes Jahr bei 8 Touren 637km gefahren.
Platz 2 geht an Ralf, der bei 15 Teilnahmen, 811km auf der Uhr stehen hat.
Der letztjährige Sieger, ist also auch dieses Jahr wieder vorne:
Michael fuhr bei 30 Teilnahmen ganze 1859km.
Herzlichen Glückwunsch an die ausgezeichneten.
Kurze (interne) Erinnerung !!!!!
Es gab 2 Radler (w + m), die sich mit dem heutigen Tage verpflichtet haben, ihr angekündigtes Comeback auch wirklich anzutreten.
Wir werden sie dabei überwachen, aber auch tatkräftig unterstützen :-)

So ging eine fröhliche Feier zu Ende, aber wir freuen uns auch schon wieder auf die Zukunft.
Nach der Saison ist nämlich vor der Saison.
Und wie Silke immer sagt: "Die Meister werden im Winter gemacht!" - beginnt die Saison auch schon am nächsten Samstag für den Rennrad-Treff Solmsbachtal.
Achja - wir haben auch schon neue Ideen für 2026. (Stephan)
