..... so bezeichnete uns nach der Tour unser Kamerad Klaus.
Aber warum eigentlich? Wir waren doch nur ein bisschen mit dem Rad unterwegs.
Doch fangen wir mal von vorne an.
Nach dem Schneechaos am Anfang der Woche, war es in den letzten 2 Tagen recht mild und sehr viel vom vielen Schnee war schon wieder geschmolzen.
So wollten sich Michael, Peter, Ralf und ich nach einem Samstag ohne Tour, endlich wieder auf die Reifen machen.
Sicherheitshalber waren wir alle mit Cross- oder Gravelbikes unterwegs, die etwas grobstoligere Reifen, als reine Rennräder haben und bei vielleicht noch auftretenden Schneefeldern, besseren Grip versprechen.
Ralf schlug vor, die Tour vom vorletzten Samstag in umgekehrter Richtung zu fahren, was wir dann auch taten.
Allerdings sollte noch ein Schleifchen dazu gefügt werden.
Also ging es über Burgsolms zum Lahnbahnhof, vorbei an Tiefenbach nach Stockhausen und weiter nach Biskirchen.
Vorbei an den ehemaligen blauen Quellen pedalierten bis zur Tierklinik vor Löhnberg und über den Radweg bis Niedershausen.
In Richtung Probbach stieg es leicht bergan, ehe wir links abbogen, um wieder nach Löhnberg hinab zu gelangen.
Mittlerweile kam auch tatsächlich die Sonne raus und Peter wurde sofort ängstlich, da er keinen Sonnenschutz auf seine zarte Haut aufgetragen hatte.
Viieleicht meinte das Klaus bei seiner Heldenverehrung?
Den Ort verließen wir am Bahnhof, durch überqueren der Lahn.
An selbiger fuhren bis nach Ahausen, wo wir am Ortsausgang durch die Felder bis zur Bornberg-Hütte leicht ansteigend auf die Höhe zwischen Selters und Drommershausen kletterten.
Langsam machten sich die bisher gefahrenen Höhenmeter bei Peter und mir bemerkbar, während Michael und Ralf an der Spitze locker vor sich hin pedalierten.
Ralf schien in letzter Zeit gut trainiert zu haben und Michael .....
Auf dem Gipfel kurz vor Hirschhausen, hatte ein Mitfahrer (der Name wird aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht), der für seine verschobenen Wahrnehmungen im Bezug auf´s Bergauffahren bekannt ist, zum ersten Mal für die heutige Tour wieder einen leichten Schub - er war der Meinung, dass es für ihn irgendwie gefühlt nur bergab ging.
Als guter Diagnostiker, attestierte ich ihm eine verschobene Libelle, bei seiner am Grosshirn montierten Wasserwaage, die somit keine richtigen Steigungswerte liefern konnte.
Leider ist solch eine körperliche Einschränkung nicht behandelbar - somit müssen wir wohl weiterhin damit leben ;-)
Nach dieser kurzen Pause ging es für alle wieder geschmeidig weiter.
Bermbach und Philippstein waren die Zwischenstationen auf dem Weg nach Braunfels.
Hier stieg es durch Sankt Georgen zwar nochmal an, aber der wohlverdiente Kaffee und Kuchen wartete schon auf uns.
So frisch gestärkt und wieder aufgewärmt konnten wir auch wieder fleißig diskutieren - über Gott und die Welt und vor allem Rot-Licht ...
Keine Angst, es ging hierbei nur um Wärmelampen, die vor Massagen die müden Muskeln aufwärmen.
So gingen wir müde, geschlaucht aber auch frohgemut nach 46km mit ordentlichen 600Hm auseinander.
Tatsächlich endete so eine heldenhafte Runde. (Stephan)

