Immer am letzten Februar-Wochenende geht es in Belgien los mit den klassischen Eintagesrennen.
Dies wollten wir auch als Anlass nehmen, um den Helden der Landstraße (zumindest ein wenig) nachzueifern.
Tatsächlich war es auch für uns ein Wiederbeginn nach den schneereichen letzten Wochen.
Unsere Opening-Runde bei angenehmen Temperaturen lockte dann auch einige Fahrer an.
Evelyn, Bernd, Michael, Peter, Ralf und ich bildeten ein flottes Sextett, was sich auf den Weg in den nahenden Frühling machte.
Durchs Solmsbachtal rollten wir uns locker ein, ehe wir bei Neukirchen in den Weipersgrund hinauf nach Altenkirchen abbogen.
Weiter ging es in Richtung Möttau bergan, ehe wir dann endlich abwärts nach Weilmünster schießen konnten.
Vorbei am alten Kino, bogen wir erstmals gemeinsam auf den nun durchgängig bis Weilburg geteerten Weiltal-Radweg ein, den wir dann auch bis in die ehemalige Residenzstadt nicht mehr verließen.
Durch den Mühlbergtunnel erreichten wir die Innenstadt, die wir aber eigentlich sogleich wieder in Richtung Ahausen verlassen wollten.
Hier machte uns aber die geschlossene Bahnschranke am flotten Vorankommen einen Strich durch die Rechnung.
Flugs wichen wir - das heißt 5 von uns 6 - über die neue Brücke zum Bahnhof aus, um dann an der Bahnlinie entlang zur Weilbrücke bei Ahausen zu fahren.
Der einzige, der diesen geschickten Schlenker nicht gleich mitbekommen hatte, musste uns hinterher spurten, hatte uns aber kurz vor Ahausen wieder eingeholt.
Wieder vereint radelten wir mit leichtem Rückenwind bis nach Löhnberg, wo wir zu einem Kaffee-Stopp anhielten.
Beim heißen Wachmacher und leckerem Kuchen kamen allerlei Themen auf den Tisch.
Neben der anstehenden Kommunalwahl, ging es auch unter anderem um Radklamotten, die laut eigenem Bekunden bei Bernd aufgrund der schonenden Nutzung recht alt werden können.
Doch hier bekam er kontra, denn in diesem Jahr hätte er wieder ordentlich zu trainieren und somit auch seine Klamotten zu strapazieren.
Ausreden würden nicht mehr zählen.
Nach dieser ausgiebigen Pause, ging es für gut 15km auf die Heimfahrt, die wir über Biskirchen, Stockhausen, Tiefenbach bis zum Lahnbahnhof und weiter durch die Lahnwiesen dann zum Burgsolmser Bahnhof abspulten.
Hier bog Ralf ab und der Rest der Truppe fuhr noch gemeinsam bis nach Oberndorf zurück.
Unsere 50km und 412Hm waren zwar nur ein Viertel der Strecke vom heutigen "Omloop Nieuwsblad" in Belgien, aber trotzdem ein gelungener Start ins Frühjahr. (Stephan)
