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Vorwiegend schattig im warmen Mai

Die, noch am Vortag vorausgesagten Regengüsse hatten sich verflüchtigt, so dass unserer heutigen Ausfahrt nichts im Wege stand. Am Startpunkt trafen sich Evelyn, Bernd, Paul, Michael und mit Oliver und Werner zwei neue Mitfahrer. Michael hatte sich eine Runde überlegt, die, angesichts der zu erwartenden höheren Temperaturen, vorwiegend im Schatten verlaufen sollte. Den Streckenverlauf hatte er über die Whats-App Gruppe kommuniziert, damit sich die Gruppe mental darauf vorbereiten konnte, da sie eine nicht unerhebliche Anzahl an Höhenmetern enthielt.

 

Scheinbar waren heute wieder alle Höhenmeterhungrig, so dass es nach Begrüßung der Neulinge sogleich auf Michael´s vorgeschlagenen Rundkurs gehen konnte.

 

Der Anstieg durch den Attenbach hinauf nach Braunfels, sollte uns gleich zu Beginn der Runde auf „Kommendes“ vorbereiten. In flotter Fahrt erreichten wir Philippstein, wo die Fahrt für Werner leider schon zu Ende war. Er touchierte das Rad seines Vordermannes und so kam es zum Sturz, bei dem er sich zum Glück nur Abschürfungen zuzog. Nach diesem Schreck nahmen wir, leider ohne Werner,  wieder Fahrt auf und erreichten den Steinbruch, wo wir in Richtung Ernsthausen abbogen, den zweiten Anstieg meisterten und anschliessend den sogenannten „Hühnerberg“ (Silke) hinabrauschten. Das Weiltal befuhren wir heute nur bis Freienfels, wo wir in Richtung Weinbach abbogen. Ein entgegenkommender Rennradler informierte uns über einen Unfall auf dieser Strasse und meinte es wäre besser umzukehren. Wir ignorierten seinen Rat und konnten tatsächlich die Unfallstelle passieren. Ein Motorrad war offensichtlich mit einem Auto kollidiert. Auch zu unserem Leidwesen müssen wir feststellen, dass oftmals zu schnell und rücksichtslos gefahren wird……

 

Den Anstieg von Elkerhausen auf die hohe Strasse brachten wir wieder zügig hinter uns und erreichten nach einer weiteren genussvollen Abfahrt den Ort Aumenau. Nun hätten wir gemütlich auf dem Lahntalradweg weiterpedalieren können, doch Michael bevorzugte die Landstrasse nach Villmar, die wiederum einen kleinen Anstieg enthielt, der allerdings mit schönen Ausblicken in´s Land belohnt wurde. In Villmar angekommen zeigte sich Michael dann doch gnädig und über die Marmorbrücke in Villmar ging es auf dem Lahnradweg weiter in Richtung Runkel. Das König Konrad Denkmal lieferte heute den Hintergrund für das obligatorische Gruppenfoto. Da wir auch heimatkundlich interessiert sind, gibt es hier noch eine kleine Information über den historischen Hintergrund:

 

Das König-Konrad-Denkmal ist dem deutschen König Konrad I. (911 - 918) gewidmet, der die Krone Heinrich von Sachsen übertrug.

Das 1894 errichtete Denkmal steht auf dem Felsen Bodenstein (Bodensteiner Ley) über der Lahn bei Villmar.

 

Ab Runkel ging es steil bergan und wiederum wurden unsere Strapazen mit schönen Ausblicken belohnt. 12 Kilometer Berg- und Talbahn im schattigen Wald folgten nun, bis wir schließlich Weilburg in einer rasanten Abfahrt erreichten und somit wieder im Lahntal angekommen waren. Jetzt hätten wir, wie so oft, auf dem R7 gemütlich zurückradeln können. Da uns das heute zu langweilig war, nahmen wir noch die Steigung über Drommershausen nach Hirschhausen mit, da wir auch der „magischen Zahl“ (1000 hm!) schon recht nahegekommen waren, was uns zusätzlich motivierte. Kurz vor der Abfahrt nach Philppstein leitete uns Oliver noch auf einen herrlichen Panoramaweg der einen fantastischen Blick auf Schloss Braunfels ermöglicht. Eine Bereicherung für kommende Touren! Mit einem kleinen Schlenker durch das Mühlental, vorbei am Lahnbahnhof, machten wir noch die 70 km voll und verabschiedeten uns heute in Burgsolms ohne das gewohnte gemütliche Beisammensein bei Eis oder Kaffee, da noch andere Pflichten riefen.

 

 

 

Die Daten: 75 km / 1040 Hm / 23,5 km/h     (Michael)