Mehrere Absagen im Vorfeld der heutigen Tour ließen ein recht kleines Fahrerfeld erwarten. Eine etwas moderate Runde von 50-60 Kilometern schlug Michael vor, da auch seine Zeit heute etwas begrenzt war. Das gefiel Caroline, so dass sie sich kurz entschlossen zur Mitfahrt meldete. Also mal wieder ein Duo? Weit gefehlt. Am Startpunkt konnte Michael den neuen Mitfahrer Jens begrüßen. Er hatte durch seinen Sportsfreund Oliver, der zum ersten Mal vor 14 Tagen mit dabei war, von unserer Gruppe erfahren. So starteten wir als munteres Trio bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Allerdings blies eine steife Brise aus südwestlichen Richtungen, was sich angesichts der geplanten Strecke aber zunächst als günstig erwies, da die Fahrt in östlicher Richtung begann und, so die Hoffnung, sich der Wind bald legen würde. Zunächst steuerten wir den Ort Oberwetz an um von dort weiter aufwärts in Richtung Napoleonstock zu radeln. An dem Denkmal fuhren wir diesmal allerdings nicht vorbei, sondern zweigten vorher auf einen asphaltierten Feldweg ab, der uns den ersten wunderbaren Weitblick ins Land bescherte. In einer genussvollen Abfahrt mit herrlicher Aussicht erreichten wir Volpertshausen. Hier beginnt ein Radweg nach Rechtenbach, auf den wir aber erst im zweiten Anlauf gelangten, da Michael die Orientierung ein wenig verloren hatte. Zum Glück konnte Jens helfen. Mit Rückenwind ging es durch das schöne Tal und wir erreichten in „Windeseile“ Rechtenbach. Genussradeln par excellence! Die Anhöhe über Münchholzhausen war das nächste Ziel, wo ein weiterer herrlicher Weitblick auf uns wartete. Da Jens und Caro den weltweit größten Sehtest noch nicht kannten, leitete Michael die Beiden dorthin. In großer Entfernung steht das Gebäude der Optikfirma Oculus auf dessen Fassade Kreise mit Lücken in verschieden Größen aufgemalt sind, die man erkennen muss. So weit das Auge (noch!) reicht, könnte man hier sagen.
Entspannt ging es nun in einigen Schleifen bergab und unten angekommen, weiter nach Dorlar. Über Waldgirmes, Naunheim und Niedergirmes erreichten wir Herrmanstein. Leider hatte sich der Wind nicht, wie erhofft, gelegt, so dass wir jetzt ordentlich zu kämpfen hatten. Michael hatte zu Beginn der Runde schon angekündigt, dass er die kleine Schleife über Werdorf und die Grube Fortuna noch mitnehmen wollte. Somit waren alle mental auf den giftigen Anstieg hinter Werdorf vorbereitet. Und dann kam etwas Unvorhergesehenes! In Berghausen angekommen, hatte unser neuer Mitfahrer Jens noch eine Idee: Über den Sonnenhof zur Grillhütte sollte es gehen, das sei sehr viel schöner als auf der Strasse. Das war es auch und zudem ganz nach Michaels Geschmack, denn es ging nochmals ordentlich bergauf. Die Strapazen wurden aber durch einen weiteren, ganz wunderbaren Ausblick belohnt. Was in Caro vor sich ging kann ich nicht sagen, aber oben angekommen gefiel es ihr auch sehr gut. Den kleinen Abstecher sollten wir uns für kommenden Touren merken. Der Rest ist schnell erzählt. Über die Grube Fortuna und vorbei an der Schleuse Oberbiel erreichten wir in flotter Fahrt Burgsolms, wo wir unsere Runde bei Kaffe und Kuchen ausklingen ließen. Schöner Radsport mit herrlichen Ausblicken in unsere schöne Heimat ließen uns die Alltagssorgen für 3 Stunden vergessen.
Mit knapp 60 zurückgelegten Kilometern blieben wir im heute gesteckten Rahmen. 700 Höhenmeter führten uns zu herrlichen Weitblicken. (Michael)


