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Über Stock und Stein

Auf Wunsch einiger, wurde die heutige Rennrad-Tour mal mit den Schotter-Rädern absolviert.

Entsprechend dem bestimmungsgemäßen Einsatzes eines Gravelbikes (Schotterrad), sollten dann auch mal Wege abseits des geteerten Standards an- bzw. befahren werden.

Normalerweise dient uns diese Radgattung hauptsächlich im Winter, wenn wegen Schnee und Eis die normalen Straßen nicht gut zu befahren sind, aber man kann damit natürlich auch im Sommer fahren.

Silke, Tina, Bernd, Michael und ich - quasi die glorlosen fünf - schwangen sich auf die Stollengäule, um gemeinsam in die Sonne zu reiten

Nach Bonbaden ging es zunächst noch auf glattem Untergrund flott voran, ehe es dann in den Wald nach Neukirchen, Niederquembach und weiter nach Kraftsolms ging.

Von Kröffelbach verlief der weitere Weg dann mit einigen Höhenmetern durch den Wald (am Forsthaus vorbei) bis nach Dietenhausen.

Den Ort verließen wir wieder über Feld- und Waldwege, leicht wellig und mit einer tollen Abfahrt, ehe es noch mal anstieg, bis wir die B456 kreuzten und über einen gut geteerten Weg lange und steil bis nach Weilmünster abfuhren.

Hier ging es nun auf den Weiltalweg, dem wir in kühlendem Schatten gehüllt, bis nach Weilburg folgten.

Ahausen war die nächste Zwischenstation, ehe es kurz nach der Schleuse auf einen schmalen Pfad direkt an der Lahn entlang bis nach Selters ging.

Dort nahmen wir den Weg durch Feld und Wald bis zur Kläranlage Tiefenbach.

Nach einem längeren Anstieg, war nun noch mal fahrerisches Geschick von Nöten, denn die steile Abfahrt durch den Wald war von losen, dicken Steinen übersät.

Nachdem sich Tina über das viele Geruckel und Geschüttel beim Fahren beschwerte, beschrieb Silke das heutige Tagwerk so, dass man gelegentlich auch mal aus seiner Komfortzone komme müsse.........

Tiefenbach durchrollten wir - auf Michaels Wunsch hin, indem wir jede mögliche Steigung mitnahmen.

Um das folgende Hindernis nicht zu anspruchsvoll zu gestalten, nahmen wir ausnahmsweise mal die Straße und nicht den Schotterpfad hinauf zum Braunfelser Golfplatz.

Dieser Stich belohnte uns für die Mühen bei der Abfahrt mit einem traumhaften Ausblick auf Schloß Braunfels.

Ein letzter quälender Anstieg vorbei am Jahnplatz hinauf zum Marktplatz, bildete auch den Abschluß unserer heutigen Tour mit einem wohlverdienten Eis.

53 staubige Kilometer und 625Hm bei strahlendem Sonnenschein und moderaten Temperaturen, ließen uns ruckelnd unsere Gegend mal aus einem anderen Blickwinkel sehen.     (Stephan)